Erfassung von Umweltdelikten:  
Umweltstraßendienst

Immer mehr Umweltdelikte im innerstädtischen Bereich – 
vor allem illegale Abfallentsorgung - die z.T. unübersehbare langfristige Umweltschäden nach sich ziehen und unmittelbar die Lebensgrundlagen der Menschen bedrohen, zwangen Kommunen und Behörden zu drastischen Maßnahmen. 

Um mitzuhelfen, diese verhängnisvolle Entwicklung zu stoppen, übernahm ÖKO 2000 e.V. mit seinem Projekt „Umweltstraßendienst“ für die Umweltämter Marzahn/Hohenschönhausen Kontroll-, Erfassungs- und Informationsaufgaben sowie Beratungsaktivitäten. Diese Aufgaben können von den Behörden aus personellen und finanziellen Gründen gegenwärtig nur unzureichend wahrgenommen werden. 

Zu seinen Aufgaben gehören sowohl Präventivmaßnahmen als auch die Ersterfassung von Umweltschäden und die Meldung an die zuständigen 
Ämter bzw. Einrichtungen, z.B. der BSR. Das Spektrum reicht dabei vom Straßenbegleitgrün, Straßenmöbeln über ordnungsgemäße Lagerung von Baumaterialien auf öffentlichem Straßenland, unzumutbare Verschmutzung durch Hundekot, entartete Nutzung der Sammelstellen des DS  bis hin zur illegalen Abfallentsorgung.
Uferzonen werden auch abgeschritten, um Einleitungen in das öffentliche Abwassernetz und gefährliche  Verschmutzung der Gewässer festzustellen, Behörden des Gewässerschutzes zu informieren.  

Dieses Projekt ermöglicht ein flächendeckendes Umweltmonitorring, Umweltcontrolling und Umweltbürgertalk sowohl in dichtbesiedelten Stadtbereichen, ihren Park- und Grünanlagen  als auch in angrenzenden industriell-gewerblichen genutzten und stillgelegten Gebieten, die mitunter wilden Mülldeponien gleichen. Mit den Bezirksämtern, der Polizei, den Berliner Stadtreinigungsbetrieben sowie anderen Behörden und Institutionen wird eine noch engere Kooperation angestrebt , um erfolgreich gegen die Verursacher von Umweltdelikten vorzugehen. Viele hundert Umweltsünden wurden bisher aufgedeckt. In mehreren Fällen konnte gefährlicher Schadstoffeintrag entdeckt, somit größere materielle, finanzielle und vor allem Umweltschäden verhindert werden. Alle Aktivitäten trugen zur Verbesserung der Stadtökologie bei, durch sie konnten Gefahrenpotentiale verringert, Schritte gegen Umweltdelikte unternommen werden.

Das Gesamtergebnis der Projektarbeit kann sich sehen lassen und wird vom Senat positiv bewertet. Ende 1998 wurde der Verein vom Umweltamt Marzahn für eine Auszeichnung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung vorgeschlagen.

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